Samstag, 17. Mai 2008

Qualität vs. Quantität

In Deutschland stöhnt man derzeit über die steigenden Lebensmittelpreise. Fakt ist: In Relation zu unseren Einkommen, konnten wir noch nie so "billig" essen wie in den letzten zwei Jahrzehnten. In diesem Vergleich ganz oben: Fleisch und tierische Produkte.

Während es vor 40, 50 Jahren ganz normal war, dass der Sonntagsbraten eben was besonderes ist und der Standard-Brotaufstrich in den meisten Familien aus einem Klecks Marmelade bestand, häufen wir uns heute ganz selbstverständlich täglich die Wurst auf unsere Brote, denn die ist mittlerweile sogar schon billiger als die Marmelade.

Mit dem feinen Unterschied der Herkunft: Wer beim Kauf der 99-cent-Wurst oder des 2-Euro-Schnitzels daran glaubt, diese kämen direkt vom heimeligen Bauernhof, der uns von der Verpackung entgegenblitzt, und auf dem die Schweine bis zu ihrer Schlachtung zufrieden leben, täuscht sich gewaltig. Die heutigen Fleischpreise sind das Resultat einer industrialisierten Massentierhaltung, die jeglichen Respekt vor dem Tier als Lebewesen verloren hat.

Sicher, nicht jeder hat die finanziellen Möglichkeiten, nur im Bio-Markt einzukaufen. Aber gerade bei Fleisch bleibt dann vielleicht doch die Frage, ob Qualität nicht manchmal der Quantität vorzuziehen ist. Nicht nur für die eigene Gesundheit (die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, nicht mehr als 300-600g Fleisch bzw. Wurst pro Woche zu essen, zudem ist Fleisch aus artgerechter Haltung nicht mit Antibiotika und Hormonen belastet), sondern vor allem aus Verantwortung unseren Nutztieren gegenüber.

Achso, und schmecken tut es übrigens auch besser, und das nicht nur wegen des besseren Gewissens ;-)

Hier in Form eines Rumpsteaks (gebraten natürlich vom Meister der Brat-Kunst persönlich) mit etwas Gemüse und Spinat, welcher kleingeschnitten und mit etwas Wasser, Salz und Knoblauch in Olivenöl mit angedünsteten Lauchzwiebeln gegart wurde. Dazu gab es Bratkartoffeln mit Bärlauch.





Kommentare:

Food is just a 4-letter word hat gesagt…

Wie kann ich dir da nur zustimmen ... Ich bekomme ja regelmäßig die Krise, wenn ich im weltweitem Netz irgendwo das Gejammer über das „teure Fleisch“ lese und dann gleich daneben auch klar wird, dass aber unbedingt in jeder Mahlzeit irgendwie Fleisch drin sein muss. *Augenverdreh*

it's loveable. hat gesagt…

Ich stimme dir auch in allen Punkten zu und bin auch ganz klar für Qualität statt Quantität. Mein Fleisch kaufe ich ab jetzt nur noch im Bio-Laden.