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Samstag, 22. November 2008

Bällchen oder Ballen?



Der Chefkoch besteht darauf, dass "seine" Frikadellen keine Frikadellen, sondern "Hackbällchen" sind. Mit einer Frikadelle im herkömmlichen Sinn hätte das Rezept nichts zu tun. Ich persönlich assoziiere ja mit einem "Bällchen" eher eine kleinere und kugeligere Version, immerhin haben die Dinger einen Durchmesser von ca. 7 cm bei einer Höhe von ca. 4 cm. Vielleicht eher ein Ballen? Naja, wie auch immer man sie nennen mag, bezüglich des Geschmacks herrscht bei uns Einigkeit und hier ist das Rezept für den Teig:

500g Rinderhack, 3 Schalotten, 3 Eier, eine Tomate (sehr fein geschnitten), 3 getrocknete Tomaten, 3 große grüne Oliven, 2 Chilis, Salz. Gut mischen und 2-3 Stunden im Kühlschrank quellen lassen. Danach noch etwas Semmelmehl zugeben, um die richtige Konsistenz zu erreichen.
Bällchen, Ballen oder was auch immer daraus formen und mit etwas Gemüse (Schalotten, Möhren) in Olivenöl braten. Wir hatten dazu Rosenkohl und Röstkartoffeln.

Sonntag, 9. November 2008

Hausmannskost



Der Winter naht und damit auch die richtige Zeit für klassische Hausmannskost - finde ich zumindest. Rinderouladen mit Rotkohl und Semmelknödeln gehören definitiv zu dieser Art Klassiker eines typisch deutschen Sonntagsessens, auch wenn wir es bereits am Freitag hatten.

Die Rinderrouladen sind diesmal ganz klassisch gefüllt (Speck, Essiggurke, Zwiebel und Senf) und werden in Butterschmalz zunächst angebraten, bevor Gemüse (Möhren, Zwiebeln, Sellerie, Tomaten) mit in den Topf darf und das ganze schließlich ca. 1 1/2 Stunden zusammen mit einem Lorbeerblatt, Wacholderbeeren und Flüssigkeit vor sich hin gart. Als "Flüssigkeit" fungierte bei uns diesmal im Kreativitätswahn eine Flasche Weizenbier mit Grapefruit, was sich als gute Idee herausgestellt hat ;-). Gewürzt wird natürlich noch mit Salz und Pfeffer, außerdem mit etwas Zuckerrübensirup (oder Honig), die Soße wird am Schluss püriert und mit einem Schuss Sahne versetzt.

Für die Semmelknödel haben wir altbackene Weizenmehlbrötchen in kleine Würfel zerlegt, in etwas Milch eingeweicht und mit Salz, Pfeffer und viel frischer Petersilie verrührt. Dazu kommen außerdem noch Eier und Mehl, die Menge muss man einfach nach Gefühl zugeben, bei uns waren auf ca. acht Brötchen zwei Eier. Aus dem Teig Knödel formen und ca. 20 Minuten in Salzwasser kochen.

Für den Rotkohl zunächst einige Zwiebeln in Schmalz (oder Butter) glasig dünsten, den (geschnippelten) Rotkohl sowie jede Menge Apfelstücke (Boskop, ca. 1/4 der Rotkohlmenge) dazugeben, mit etwas Balsamico aufgießen, dazu noch Zuckerrübensirup, Salz und eine mit Nelken gespickte ganze Zwiebel geben und ca. 2 1/2 Stunden köcheln. Der Rotkohl lässt sich sehr gut einfrieren und schmeckt nach dem Aufwärmen fasst noch besser.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Dosen erlaubt



Der Hauptkonsument von Dosenfutter in unserem Haushalt hat vier Beine und ist dauerhungrig. Für unser Chili con Carne durften diesmal aber auch einige Dosenzutaten ins Zweibeiner-Mahl: Die Dosenwaren Kidney-Bohnen, weiße Bohnen und Mais köcheln dafür in einem Topf mit Rinderhack, welches mit roten Zwiebeln und Olivenöl angebraten wurde, sowie feingehacktem Sellerie, Paprika, Chilis, Knoblauch, Gemüsefond und geschälten Tomaten eine Stunde vor sich hin. Zwischendurch abgeschmeckt mit Tomatenmark, Balsamico-Creme, Oregano, Liebstöckel, Salz und Pfeffer und am Schluss garniert mit frischer Petersilie passt es gut zu frischem Brot oder Reis und befriedigt auch die hungrigen Zweibeiner.

Montag, 22. September 2008

Pie - Remake


Einen gefüllten Pie gab es ja vor einiger Zeit schonmal im Blog, genau genommen sogar zweimal - vegetarisch mit Spinat und mit Hackfleisch und Gemüse. Letztere Version haben der Chefkoch und ich jetzt nochmal abgewandelt, mit folgenden Änderungen gegenüber dem der ersten Version:

- keine Paprika, Gemüsezwiebel statt Lauchzwiebel, zusätzlich Feta (diese Abwandlung ist einfach nur eine Geschmacksvariation)

- den Boden haben wir mit einer Schicht aus Semmelmehl und gehackten Walnüssen bestreut (die Abwandlung dienta dazu, ein "Durchfetten/Durchsuppen" des Bodens zu verhindern, was erfolgreich gelungen ist)


Freitag, 12. September 2008

Fast vergessen



Dieses Bildchen schlummert schon seit zwei Wochen auf meinem Rechner und zeigt vom Chefkoch zubereitete feine Rinderrouladen mit Pfifferlingsößchen und Kenia-Bohnen.

Da es so lange her ist, kann ich mich gar nicht mehr an die genauen Zubereitungs-Details erinnern, zumindest aber waren sie gefüllt mit einer Paste aus pürierten getrockneten Tomaten (in Öl eingelegte), sehr viel Basilikum und San Daniele-Schinken. Geschmort haben sie nach dem Anbraten in Butterschmalz mit viel Gemüse (Schalotten, Tomaten, Möhren, Chilis, Knoblauch...?) in einem Bräter, an Flüssigkeit war glaube ich Rotwein, Gemüsebrühe und etwas Essig dabei. Honig war sicher auch drin.

Auf jeden Fall hat er das Gemüse in der Flüssigkeit hinterher zusammen mit einer weiteren Portion Basilikum zur Soße püriert und erst am Schluss die separat angebratenen Pfifferlinge und Petersilie untergerührt und ziehen lassen.
Daran, dass es absolut köstlich war, erinnere ich mich noch genau. Und an den köstlichen Wein :-)

Donnerstag, 21. August 2008

Nur keine Mettbrötchen



Während man mich mit Mettbrötchen mit Schweinemett wirklich jagen kann (auch als Bio-Version würde ich die nicht essen, es schmeckt mir einfach überhaupt nicht *grusel*), finde ich das Filet Tartar des Chefkochs einfach nur großartig lecker. Dafür wird ein Stückchen gutes Rinderfilet in der Küchenmaschine zerkleinert oder durch den Fleischwolf gedreht (wer geduldig ist, kann auch ein scharfes Messer benutzen) und mit Kapern, gutem Olivenöl, gehackten Schalotten, Petersilie und Schnittlauch, Salz und Pfeffer vermischt. Es kommt KEIN Eigelb in unsere Version, mir persönlich schmeckt die Version mit dem Olivenöl nämlich viel besser.

Sonntag, 17. August 2008

Eine Belohnung...



... nach einer relativ stressigen Woche mit viel kalter und schneller Küche hatten wir uns gestern Abend wohl verdient. Die gab es in Form von Champagner und Gruyerzer-gefüllten Blätterteigschnecken sowie einem sensationellen Filetsteak mit gebratenen Pfifferlingen, Semmelknödeln und Böhnchen.



Die Semmelknödel hatten wir noch von der letzten Großaktion eingefroren, ein Rezept dafür gibt es demnächst mal, wenn frische gemacht werden. Sie wurden deshalb einfach nur ein kleine Stücke geschnitten und angebraten.

Die Böhnchen werden in Gemüsebrühe gegart. Wenn sie fertig sind, abschütten und etwas von dem Jus auffangen. Etwas Butter und eine gehackte Knoblauchzehe in den heißen Topf geben, schmelzen lassen und die Böhnchen darin schwenken. Einen kleinen Schluck von den Jus dazugeben.

Das Rinderfilet wird (in Steaks geschnitten und gepfeffert) in etwas Butterschmalz und ausgelassenem Bauchspeck kurz gebraten, außerdem eine halbe Gemüsezwiebel. In der Zeit werden die geputzten Pfifferlinge ebenfalls angebraten (in Olivenöl). Während die Steaks noch im Backofen etwas ruhen, die Pfifferlinge in die benutzte Steak-Pfanne umschütten, etwas salzen und etwas Weißwein zugeben, um die Brataromen vom Pfannen boden zu lösen. Am Schluss jede Menge zerkleinerte Petersilie unterrühren.

Sonntag, 10. August 2008

Sentimental journey - Blog Event im August



Der Blog-Event diese Monats wird von Jutta organisiert und der Auftrag ist, essensmäßig eine kleine Zeitreise zu machen:

Blog-Event XXXVII - Sentimental journey - Essen angestaubt

Als Kind hatte ich definitiv zwei erklärte Lieblingsgerichte: Zum einen war das "Räuberessen", welches bei uns so hieß, weil der Räuber Hotzenplotz es ebenfalls geliebt hat: Bratwurst mit Sauerkraut (und Kartoffelbrei). Die andere Vorliebe teilte ich mit zahlreichen anderen Kindern und auch mit der "erwachsenen" Marcie ;-) : Spaghetti Bolognese. Da das Räuberessen eher was für kühlere Tage ist, gab es also gestern als Sentimental Journey die Spaghetti Bolognese, nicht von Mami zubereitet, aber dafür vom diesbezüglich genauso geeigneten Chefkoch und seiner Hilfskraft, respektive mir :-)

Dazu werden zunächst drei klein geschnittene rote Zwiebeln sowie zwei dicke zerkleinerte Knoblauchzehen in Olivenöl angebraten und anschließend 500g Rinderhack sowie kurz danach zwei Hände voll zerkleinerte Champignons zugefügt. Das ganze gut anbraten, bevor die Saucengrundlage in Form von 1kg gestückelten Dosentomaten, ca. 700g frischen (enthäuteten und gestückelten) Tomaten, eine Hand voll klein geschnitttener getrockneter Tomaten, zwei weiteren zerkleinerten Knoblauchzehen, zwei bis drei Chilis, Honig, etwas süßlichen Essig (Balsamico oder Erdbeeressig), Salz und einem Bouquet garni aus frischem Oregano und Thymian in den Topf gegeben wird. Das ganze kocht eine gute halbe Stunde. Kurz vor Schluss wird noch eine möglichst riesige (!) Portion Basilikum (in Streifen geshcnitten) hinzugegeben und das Bouquet garni herausgefischt. Mit al dente gekochten Spaghetti servieren und nach Geschmack mit ordentlich geraspeltem Parmesan bestreuen.

Donnerstag, 7. August 2008

Mit einem dezenten Duft...



...nach Basilikum und Brataromen wurde ich begrüßt, als ich nach Hause kam, denn das Abendessen stand schon brutzelnd auf dem Herd. Wie gut, dass ich außer diversen Shopping-Trophäen auch noch einen guten Appetit mit nach Hause gebracht hatte. Letzteren stillen durften Involtini mit einer Füllung aus Parmaschinken, Basilikum und Pinienkernen.

Für die Involtini werden Schweinerouladen von innen gepfeffert und jeweils mit einer Scheibe Parmaschinken, einigen Basilikumblättern und vorher gerösteten Pinienkernen belegt, zusammengerollt und in einer Pfanne mit Butterschmalz (oder Olivenöl) angebraten. Etwas salzen und pfeffern und später noch Schalotten und Möhren hinzufügen sowie ein Glas Weißwein und ca. 45 min garen.
Wir haben dazu frische Bandnudeln und Radicchio-Salat gegessen.

Samstag, 19. Juli 2008

Warum Ofengerichte so toll sind



Gestern habe ich es wieder gemerkt, Ofengerichte sind großartig. Nicht nur, weil die Lasagne vom Chefkoch so gut geschmeckt hat, sondern auch, weil wir in der Zeit, in der sie im Ofen vor sich hin schmorte, die Küche aufräumen und alles wieder in einen blitzeblanken Zustand bringen konnten. Solche Arbeiten machen mir persönlich nämlich im hungrigen Zustand sehr viel weniger aus als nach dem Essen mit gefülltem Bäuchlein. Da bleibe ich lieber mit meinem Weinglas auf meinem Platz sitzen und genieße den Sättigungszustand als aufzuräumen. Danke, Lasagne!



Hier also das Rezept für Post-kulinarische Faulenzerei (die Lasagne ist ohne Bechamel-Sauce, dafür mit Pilzen, Zucchini und Crème fraîche): ca. 400g Rinderhack und einige Champignons (Scheiben) mit zwei klein geschnittenen roten Zwiebeln und zwei Knoblauchzehen (zerkleinert) in Olivenöl anbraten, ca. 1kg aromatische Tomaten (überbrüht, gehäutet und gestückelt) sowie etwas Tomatenmark, Chilis und Honig dazu geben. Ein Bouquet garni aus frischem Oregano mitköcheln lassen. Das ganze etwa 20 Minuten köcheln lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Schluss eine große Portion in Streifen geschnittenen Basilikum untermischen. Parallel eine Zucchini raspeln und mit etwas Zitronensaft und zwei zerkleinerten Knoblauchzehen vermischen.

In die Lasagneform schichtet man abwechselnd Nudelplatten, Ragout und einige Kleckse Crème fraîche (insgesamt 1 Becher), auf die obere Nudel- und Ragoutschicht (bei uns die dritte) kommt keine Crème fraîche, sondern dafür die Zucchini-Mischung (etwas salzen und pfeffern) und darüber eine Käseschicht (zwei Kugeln Mozarella und etwas geriebener Parmesan sowie etwas Gruyerzer). Das ganze kommt etwa 40 Minuten in den Ofen.

Montag, 14. Juli 2008

Pilz-Dekor



Auf die Steinpilze in unserem Wald muss ich leider noch etwas warten, deshalb werden Vor- und Hauptspeise im Moment noch von schnöden gekauften Champignons dekoriert. Die Vorspeise: Radicchio und Rauke mit Tomaten, gebratenen Champignons und Parmesan, angemacht mit Traubenkernöl, Balsamico, Honig, Maggi, Senf, Salz und Pfeffer.


Das Hauptgericht: Roastbeef mit gebratenen Champignonköpfen und Spinat-Kartoffel-Gratin.
Die Pilze kommen einfach zusammen mit dem Roastbeef und den Schalotten in die Pfanne. Für das Spinat-Kartoffel-Gratin habe ich festkochende Kartoffeln (ca. 12 kleine) in Scheibchen geraspelt und in eine Auflaufform gegeben.

Der feingehackte Spinat (ca. 400g, geht gut auch TK) wird mit einer Schalotte und etwas Knoblauch (beides fein gehackt), die in etwas Olivenöl angedünstet wurden, in einem Topf etwas eingeköchelt, mit Muskat, etwas Gemüsebrühe und Pfeffer gewürzt und über die Kartoffeln gegeben. Darüber einen halben Becher Sahne verteilen und mit Gruyerzer belegen. Das ganze braucht etwa 25 min im Ofen bei ca.170°C (Umluft).

Samstag, 12. Juli 2008

Zurück im Netz



So, da bin ich wieder, wahnsinnig gut erholt und total inspiriert von lauter leckeren Abendessen :-)
Das Netz funktioniert auch wieder und so kann ich heute direkt noch etwas nachreichen, was wir noch vor 8 Tagen gegessen haben, und zwar einen Hackfleisch-Gemüse-Pie mit viiiiel Basilikum. Die Zubereitung des Pies erfolgt genauso wie hier, lediglich die Füllung wurde vom Chefkoch ausgetauscht:

400g Rinderhack mit kleingehackten Lauchzwiebelenden, einer Möhre und Champignons anbraten, nach und nach eine kleingehackte Paprika, Knoblauch, Chilis, getrocknete Tomaten und schließlich das Lauchzwiebelgrün und viel Basilikum dazu geben.

Abgeschmeckt wird mit Balsamico, Salz und Pfeffer soweit ich mich erinnere. Der Pie wird damit befüllt und darüber wird noch ein Becher saure Sahne, die mit 2 Eiern verquirlt wurde und leicht gesalzen/gepfeffert wurde, verteilt.

Dazu gab es einen Koriatiki (griech. Bauernsalat) aus Gurken, Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Chilis, Oliven, Kapern und Feta mit Rotweinessig und Olivenöl.

Donnerstag, 26. Juni 2008

In einem Guss...



... bzw. in einer gusseisernen Pfanne spielte sich das gestrige Kochgeschehen ab. Es gab Roastbeef mit gebratenen Gemüse-Maccharoni, welche durch das Braten in der gleichen Pfanne wie das Fleisch einen tollen Geschmack angenommen haben. Der Chefkoch hat dafür zunächst Zwiebelringe in Olivenöl angebraten und sie anschließend wieder aus der Pfanne gefischt und beiseite gestellt. In dem aromatisierten Öl wird dann das Roastbeef gewürzt und von beiden Seiten gut angebraten, Dauer je nach gewünschtem Gargrad. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen, warm stellen und ruhen lassen. Währenddessen kommen die vorher angebratenen Zwiebeln und in Julienne geschnittene Möhren sowie ein Löffel Honig in die Pfanne und werden angebraten, dazu einen kleinen Schluck Weißwein, um die angeschlagenen Fleischproteine aus der Pfanne zu lösen. Danach ebenfalls in Julienne geschnittene Zucchini, Erbsen, Lauchzwiebelringe und die (bereits gekochten, wir hatten noch welche übrig) Maccharoni in die Pfanne geben und das ganze noch ein paar Minuten rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Nudeln und das Gemüse bekommen durch das Garen in der "Fleisch-Pfanne" einen tollen Geschmack, und zudem spart man noch Töpfe *g*.

Dazu gab es noch einen Spinat-Salat, der mit Lauchzwiebeln, Rucola- Sprösslingen und ein paar Gemüse- Julienne "gepimpt" wurde. Vinaigrette dazu bestand aus Olivenöl, Balsamico rosso, Honig, Salz und Pfeffer.

Samstag, 14. Juni 2008

Eingerollt



Klassisch gefüllte Rinderrouladen sind ja doch eher was für die kälteren Jahreszeiten (wobei sie angesichts der gerade vorherrschenden Schafskälte ja fast wieder passen würden), deshalb haben wir uns gestern eine mediterran angehauchte Füllung überlegt und die Kreation angemessen italienisch betitelt: Involtini di manzo con coppa di parma, pomodori secchi e olive :-)

Auf Deutsch erklärt geht das ganze so: Getrocknete (und in Öl eingelegte) Tomaten fein hacken und mit ebenfalls fein gehackten Oliven zu einer Paste vermischen. Die Rouladen damit einstreichen, mit Scheiben vom Coppa di Parma und Basilikum-Blättern belegen, zusammenrollen und mit einem Zahnstocher feststecken.


Die Involtini in einem großen Bräter in Butterschmalz von allen Seiten gut anbraten. Eine grob gehackte weiße Zwiebel dazugeben und mit andünsten. Dann mit einer ordentlichen Menge (wir haben einen halben Liter auf vier kleine Involtini genommen) Rotwein aufgießen und das ganze für mindestens eine gute Stunde mit Deckel köcheln lassen. Zwischendurch kann man noch ein wenig Gemüsebrühe dazugeben. Den Jus zum Schluss mit einem Pürierstab durchmixen und mit einem Schluck Sahne glatt rühren. Wir haben dazu bunte Tagliatelle gegessen.

Als Vorspeise gab es einen Eichblattsalat mit blanchiertem Spargel und Orangenfilets. Vinaigrette besteht aus frischem Orangensaft, Orangen-Ingwer-Marmelade, Gemüsebrühe, Olivenöl, Balsamico bianco, Salz, Pfeffer.


Mittwoch, 11. Juni 2008

Mein erster Event


So langsam stöbere ich mich durch die große weite Welt der Food-Blog-Landschaft und bin auf den Some like it hot - Event gestoßen. Da "hot" genau mein Ding ist und sowieso in mindestens jedem zweiten Gericht bei uns Chilis zum Einsatz kommen, habe ich mir gedacht, ich mache da einfach mal mit :-)

Blog-Event XXXV- Some like it HOT

Da gestern Grillen angesagt war und ich es liebe, Dips zusammenzurühren, habe ich ein bisschen experimentiert. Dabei herausgekommen ist ein feurig-scharfer Paprika-Joghurt-Dip, der ganz köstlich auf frischem Brot und zu gegrilltem Fleisch und Gemüse schmeckt. Und so geht's:

scharfer Paprika-Joghurt-Dip

1 rote Paprika
getrocknete Chilis (z.B. Piri Piri)
1 kleine Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
1 EL Honig
1 EL Limettensaft
250 g griech. Joghurt (10% Fett)
etwas Koriandergrün
etwas glatte Petersilie
Salz, schwarzer Pfeffer

Die Paprika auf dem Grill, im Backofen oder in der Pfanne rösten, so dass die Schale schwarz wird und man sie häuten kann (Die Paprika selbst sollte dabei auch etwas weich werden). Das geschälte und entkernte Fruchtfleisch sehr fein hacken und mit den gemörserten Chilis, der gepressten Knoblauchzehe, Olivenöl, Limettensaft, Honig, etwas Salz sowie den feingehackten Kräutern mischen. Das ganze eine halbe Stunde ziehen lassen, bevor man den Joghurt unterrührt. Jetzt nochmal abschmecken mit Salz und Pfeffer - und fertig :-)

Das Rösten der Paprika ist übrigens wirklich sehr zu empfehlen, nicht nur, weil man sie dann schälen kann, sondern weil dadurch ihr Aroma erst richtig zur Geltung kommt. Wir hatten dazu gestern gegrillte Lamm-Gemüse-Spieße, die vorher nur mit Olivenöl, Zitrone, Salz und Pfeffer eingepinselt wurden, und Brot.

Sonntag, 8. Juni 2008

Spargel im Doppelpack...



...gab es ja vor kurzem bereits schonmal. Ich gebe es ja offen zu, ich könnte mich von der weißen Stange definitiv dauerernähren. Angefangen hat es gestern zunächst mit einem Eichblattsalat (Vinaigrette wie hier nur mit Erdbeeressig) mit blanchierten lauwarmen Spargelstückchen, Erdbeeren und Balsamico-Creme.

Den Hauptteil des Spargels gab es simpel mit Butter als Beilage zu einer Frikadelle mit Mozarella-Füllung. Für die Füllung habe ich einen kleingehackten Mozarella mit kleinegehackten getrockneten Tomaten, Basilikum, Salz und Pfeffer gemischt.


Die Füllung kann man hinterher zu kleinen Kugeln zusammenkneten und mit der Frikadellen-Masse ummanteln. Letztere besteht aus Rinderhack, Ei, Semmelmehl, etwas geraspelter Zucchini, gemörserten Chilis, Majoran, Salz und Pfeffer. In Olivenöl zusammen mit ein paar Zwiebeln gebraten und aufgeschnitten ist ein Exemplar auf dem Bild zu sehen ;-). Dazu einen Wochenend-gerechten Vino.

Samstag, 7. Juni 2008

Die Beilagen-Frage...



...stellt sich jedes Mal, wenn (zumeist am Wochenende) Fleisch auf den Tisch kommt. Während wir beim Fleisch selbst (z.B. beim Rumpsteak) meist konservativ sind und es eigentlich am allerliebsten immer ganz puristisch gebraten ohne Saucen-Schnickschnack essen, darf die Beilage ruhig wechseln. Gestern habe ich mit Basmati-Reis experimentiert und ein Pilaw zusammengerührt. Dazu habe ich zuerst die weißen Enden von Lauchzwiebeln kleingeschnitten und in Olivenöl angedünstet, danach kleingewürfelte Paprika dazugegeben und mitgedünstet sowie später noch Erbsen, Chili und etwas edelsüßes Paprika. Dazu kam dann Basmati-Reis, den ich unter das Gemüse gerührt und mit Gemüsebrühe und etwas Weißwein aufgegossen habe. Das ganze wird jetzt so lange bei mittlerer Hitze auf dem Herd gelassen, bis der Reis die richtige Konsistenz hat. Evtl. muss man zwischendurch noch etwas Gemüsebrühe oder Wasser beigeben. Zum Schluss habe ich noch etwas gehobelten Parmesan und etwas Grün von den Lauchzwiebeln untergerührt. Sonstige Beilagen? Salat natürlich, in diesem Fall Feldsalat mit simpler Balsamico-Vinaigrette. Und ein feiner Wein ;-)

Mittwoch, 4. Juni 2008

Aroma-Transfer

Zwei Tage eingepackt im Kühlschrank unter einer Decke aus Olivenöl, Zwiebeln, Knoblauch und Rosmarin hatten die Schweinemedaillons hinter sich, bevor sie heute in die Pfanne gewandert sind.


Die Zutaten der Decke kann man praktischerweise direkt mitverwenden: Durch das Frittieren der Rosmarinzweige kann zum einen das Öl zum Braten der Medaillons aromatisieren, zum anderen schmecken die Nadeln so hinterher ganz wunderbar als Topping. Zwiebeln und Knoblauch machen sich geschmort natürlich auch gut als Beilage.
Außerdem gab es dazu leckere Pellkartoffeln mit einer Variation des Joghurt-Kräuter-Dips (diesmal etwas pikanter mit Liebstöckel, Schnitt-Knoblauch und Petersilie):



Als Vorspeise durfte mal wieder Spargel auf den Teller: aus blanchierten Spargelstücken, gehäuteten, entkernten und gehackten Tomaten sowie Basilikum wurde ein sommerlicher Spargelsalat. Die Vinaigrette ist aus mildem Olivenöl, Erdbeeressig, Honig, Maggi, Senf, Salz und Pfeffer. Lecker dekoriert mit Balsamico-Creme und Parmesan sieht das dann so aus:


Montag, 26. Mai 2008

Die Cannelloni-Verschwörung



Ich habe sie einfach noch nicht gefunden - die ultimative Cannelloni-Füllmethode. Zuletzt habe ich den Nudelteig selbst fabriziert und die Füllung "eingewickelt". Problem war zum einen, dass ich die Teile dann nicht wirklich heil in die Form befördern konnte. Außerdem gestaltete sich das "Zukleben" der Platten sehr schwierig, entweder gehen sie dank ölhaltiger Füllung sofort wieder auf oder man hat einen doofen Kleberand. Dieses Mal habe ich fertige Röhrchen beutzt und sie aufrecht stehend direkt in der Form befüllt. Das ging eigentlich ganz gut, wenn man davon absieht, dass ich pro Nudel mit einem Teelöffel etwa eine Minute gebraucht habe, was summiert auf die ganze Form dann ein abendfüllendes Programm war. Also wer die ultimative Füllmethode kennt, darf mir gerne einen Tipp geben ;-)

Lecker war es trotzdem, die Cannelloni bekamen eine Füllung aus Rinderhack und gehackten Champignons, welche mit Zwiebeln in Olivenöl angebraten wurden und mit Tomatenmark, Knoblauch, getrockneten Tomaten, Chili, Balsamico, Creme fraiche, Basilikum, Salz und Pfeffer abgeschmeckt wurden.

Drunter und drüber durfte eine (kalt zusammengemixte) Soße aus passierten Tomaten, kleingeschnittenen gehäuteten Tomaten, Rotwein, Knoblauch, Chili, Honig und Gemüsebrühe.

Zum Überbacken haben wir eine dicke Portion Mozarella als erste Lage (==>cremig) und darüber eine Lage Gruyerzer (==>würzig) benutzt. Wichtig ist eine ausreichende Zeit im Backofen, damit die Cannelloni sich schön vollsaugen können, wir haben sie 40 min gebacken.
Dazu gab es noch Feldsalat mit einer Vinaigrette aus Olivenöl, Erdbeeressig, süßem Senf, Salz und Pfeffer.

Sonntag, 25. Mai 2008

Zusammengemixt



Das tolle an Grillmarinaden ist, dass man jedes Mal eine neue Variation erfinden kann und sie eigentlich immer lecker sind. Das einzige, was dabei unverzichtbar ist: der Pürierstab. Durch ihn emulgiert das Öl und die Marinade bekommt die ideale Konsistenz, um sie schön dick auf das zu marinierende Fleisch und Gemüse zu pinseln. Gestern wurden zusammengemixt: Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch, Chilis, Balsamico-Creme, Honig, Soja-Sauce, Senf, edelsüßer Paprika, Salz, Pfeffer. Damit eingepinselt wurden Spieße aus Hühnchen und Roastbeef, jeweils mit Champignons, Paprika, Zwiebeln und Zucchini.

Als Dips gab es (mal wieder) Tomaten-Salsa und Curry-Dip (wie auch schon hier) sowie Joghurt-Kräuter-Dip (aus griechischem Joghurt, frischem Schnittlauch, Petersilie und Estragon, Senf, Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer).